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Die Großherzogin Maria Pawlowna

Die Großherzogin Maria Pawlowna

Maria Pawlowna (1786 - 1859), Enkelin der Kaiserin Katharina und Tochter des späteren Kaisers Pawel, war eine geborene Großfürstin von Russland und durch Heirat mit Erbherzog Carl Friedrich Großherzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach. So siedelte sie 1804 aus der Weltstadt St. Petersburg in das kleine und trotzdem weltbekannte Städtchen an der Ilm um - Weimar.

Politisch war ihre Präsenz in Weimar von großer Bedeutung, denn dadurch verbündete sich das verarmte Herzogtum mit der russischen Zarendynastie der Romanows und somit mit einer der reichsten und mächtigsten Familien Europas.

Als Napoleon Europas Staaten bedrohte war es die Anwesenheit Maria Pawlownas, die das kleine Herzogtum, das noch dazu mit den Preußen verbündet war und sich nach Auflösung des Alten Reiches 1806 weigerte, dem von Napoleon abhängigen Rheinbund beizutreten, schützte. Nach der Niederlage Preußens in der Doppelschlacht von Jena und Auerstedt 1806, die auf sachsen-weimarischem Boden ausgetragen wurde, ist es erneut der Großherzogin zu verdanken, dass das Land seine Unabhängigkeit bewahren konnte, da Napoleon auf russische Interessen Rücksicht nehmen musste.

Maria Pawlowna initiierte mit Geld, Ideenreichtum und unternehmerischem Ehrgeiz den Aufbruch Weimars in ein neues Zeitalter, das sogenannte "Silberne Zeitalter" und verkörpert zu ihrer Zeit in idealtypischer Weise den weltoffenen Weimarer Bürger.

Sie zeigte viel soziales Engagement - hatte ein Herz für das einfache Volk und deren Probleme. Die Adlige befürwortete die Errichtung eines Sparkassenvereins oder nahm sich der Existenzsicherung von Frauen an. Von den Weimarern wurde sie verehrt und als "Engel der Armen, Kranken und Waisen" angesehen.

Am Weimarer Hof war sie eine Förderin der Künste und trat damit in die Fußstapfen ihrer Vorgängerin Anna Amalia, die einst den Ruf Weimars als "Musenhof" gegründet hatte. Die Bibliotheken, Musikschulen und Gemäldesammlungen verdankten ihrer großzügigen Förderung sehr viel. Einigen Künstlern, die in anderen Staaten verfolgt wurden gewährte sie Asyl - zu ihnen gehörte der Komponist Franz Liszt, welcher Hofkapellmeister wurde.

Nach ihrem Tode wurde Maria Pawlowna in einer eigens für sie errichteten russisch-orthodoxen Grabkapelle neben der Weimarer Fürstengruft beigesetzt und der russische Einfluss im Weimarer Kleinstaat nahm ab.

 

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