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Freitagsbriefe

Kontakty2

Briefe ehemaliger sowjetischer Kriegsgefangener

 

 

Die Verbrechen des Nationalsozialismus lassen sich nicht auf den Holocaust reduzieren. Nach den europäischen Juden werden die sowjetischen Kriegsgefangenen mit über drei Millionen Toten zur zweitgrößten Opfergruppe der Nazis gezählt. Viele wurden aus rassischen und ideologischen Beweggründen ermordet, die meisten kamen durch Hunger, Kälte und Seuchen ums Leben. Als Zwangsarbeiter wurden sie bis zum Tode ausgebeutet. Viele Überlebende kamen nach der Befreiung unter dem Vorwurf des Vaterlandsverrats in Stalins Arbeitslager.

Fast sechs Millionen sowjetische Soldaten waren während des Feldzugs der Wehrmacht in deutsche Gefangenschaft geraten. Den Nationalsozialisten galten sie als Untermenschen, die Wehrmacht setzte sämtliche Kriegskonventionen außer Kraft. Jeder zweite Rotarmist in Kriegsgefangenschaft kam in Todeslagern, bei Zwangsarbeit und auf Fußmärschen ums Leben. Im Vergleich dazu überlebten 97 Prozent der westalliierten Kriegsgefangenen.

Bisher erhielten ehemalige Kriegsgefangene aus der UdSSR immer dieselben gleich lautenden, amtlichen Schriftstücke mit Verweis auf deutsches Recht, § 11 Abs. 3 StiftG: „Kriegsgefangenschaft begründet keine Leistungsberechtigung“.

Als "Geste der Wiedergutmachung" sammelte der Verein "Kontakte- KontaktbI" bis 2004 Geldspenden und konnte so 20.000 Opfern eine kleine Entschädigung von 300 Euro auszahlen. Zugleich bat der deutsche Verein um Verzeihung für die Gräueltaten der Faschisten. Dass sich Deutsche entschuldigen für das erlittene Unrecht, kam spät, für viele zu spät.

Die noch lebenden Veteranen wurden ermuntert, ihre Erinnerungen an die Kriegs- und Nachkriegszeit zu schicken.

Tausende schickten Briefe nach Deutschland. Im Bewußtsein, etwas zur Geschichtsaufklärung in Deutschland leisten zu können, schrieben viele ausführliche Berichte.

Nun endlich im Mai 2015, haben sich die Regierungsparteien CDU und SPD geeinigt und eine Entschädigungleistung von 10 Millionen Euro für ehemalige sowjetische Kriegsgefangene bewilligt. Von einst 5,3 Millionen Soldaten leben nur noch 4.000.

Die Mitglieder des Vereins  übersetzen ständig neue Briefe der Spendenempfänger und verbreiten sie wöchentlich in den „Freitagsbriefen“.

 

Über diesen Link können Sie die aktuellen "Freitagsbriefe" abrufen: http://www.kontakte-kontakty.de/deutsch/ns-opfer/freitagsbriefe/index.php

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