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Jahresversammlung mit weitgereistem Gast

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Neu entdeckte Liebesgeschichte zu Kirgisistan in Weimar

Die Deutsch-Russische Freundschaftsgesellschaft Ortsgruppe Weimar führte am 27. Januar 2015 im Mehrgenerationenhaus Weimar West ihre Jahresmitgliederversammlung durch.

Die Vorsitzende Waltraut Teichmann berichtete über das Geleistete im vergangenen Jahr und dankte allen Unterstützern für die Zusammenarbeit.

Anschließend berichtete der Gast der Ortsgruppe, Bernd-Christian Hyckel über die wirtschaftlichen Beziehungen Deutschlands mit Zentralasien.

Eine tolle Überraschung war, als Hyckel sein Handy aufklappte und der Weimarer Freundschaftsgruppe die Grüße der Kirgisischen Botschaftsrätin übermittelte, die uns beste Wünsche für unsere Veranstaltung und große Anerkennung für unsere Arbeit zukommen lies.

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Hyckel versuchte bereits 1993 für die Deutschen Unternehmer in der Ukraine Geschäftskontakte zu knüpfen, aber die politische und wirtschaftliche Lage habe es ihm nicht gestattet, Erfolg versprechende Kontakte zu vermitteln. Das Ziel der nächsten Geschäftsreise war die Kirgisische Republik, die Heimat von Tschingis Aitmatow. Und tatsächlich er hatte sie sogar zum Ausleihen mitgebracht, die Novelle Dshamilja, eine in Kirgisistan spielende Liebesgeschichte aus dem Sommer des Kriegsjahres 1943. Louis Aragon übersetzte sie ins Französische und würdigte sie in seinem Vorwort mit den Worten: „Ich schwöre es, die schönste Liebesgeschichte der Welt“. Hannes Wader ließ sich von ihr zu seinem Lied „Am Fluss“ inspirieren. In der DDR gehörte sie an den Schulen zur Pflichtliteratur.

Im April 1994 kam er erstmals nach Bischkek.

Bischkek ist die Hauptstadt und gleichzeitig der politische, wirtschaftliche und kulturelle Mittelpunkt des Landes. Die Stadt ist aus einer Karawanenstation an der Seidenstraße hervorgegangen. Zuerst besuchte er die deutsche Botschaft und diese hatte ihn entsprechend ihren Möglichkeiten unterstützt. Mittlerweile war er in diesem wunderschönen Land so oft, dass er nach dem hunderten Besuch aufgehört hat zu zählen. Trotz seines Alters, er ist über siebzig, knüpft er weiterhin Firmenkontakte. Das hält jung, sagt er mit verschmitztem Lächeln. Er hat sogar schon seine Enkel Sascha und Tom mitgenommen, damit sie erleben, wie faszinierend dieses Land und ihre Menschen sind.

 

Aus der Politik hält sich Hyckel raus in Deutschland, aber auch in den zentralasiatischen Ländern, in denen er als Vermittler bei Geschäftskontakten behilflich ist. Er spricht russisch mit den Älteren und englisch mit den Jüngeren. Als er mit seiner Tätigkeit begonnen hat, war seine Aufgabe, für kleine Unternehmen dort Geschäfte zu vermitteln, aber 1995 war Schluss und Hyckel musste sich neue Auftraggeber suchen. Vor allem in der Landwirtschaft sah er zuerst die Möglichkeiten und vertrat heimische Mittelständler. Mähdrescher und Melkanlagen kamen so nach Kirgistan; auch Sperma zur Besamung von Kühen wurde von Erfurt aus nach Zentralasien exportiert. Neue Geschäftsfelder sind heute alternative Energie, Turbinenbau. Bis jetzt sind unter seiner Mitwirkung drei Wasserkraftwerke entstanden und ein weiteres ist geplant. Hyckel will weiter behilflich sein, westliches Know-how ins Land zu bringen.

Aber es geht ihm nicht nur ums Geschäfte machen, sondern auch um die Solidarität. Es gibt schon acht Jahre eine Schulpartnerschaft - derzeit zwischen der Mittelschule in Thälmann und der Regelschule in Schkölen, nun auch mit der Goetheschule in Neustadt/Orla. Hyckel lobt die "ausgezeichneten Lehrer-Schüler-Kontakte".

Die Teilnehmer haben sich bei Waltraut Teichmann und Bernd-Christian Hyckel für ihre Ausführungen mit einen lang andauerten Applaus herzlichst bedankt. Videos und Bücher machen nun zur Vertiefung die Runde und der Eine und Andere interessierte sich schon mal über eine mögliche Mitreisegelegenheit.

 

Stanislav Sedlacik, Weimar

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