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Gelungener literarischer Abend am Samowar - www.drfg-th.de

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Die 3.Spalte - Termine

Stand: 2018-04-26

Vorschau Monat Mai 2018

Erfurt

02. - 15. Mai 2018 Europawoche in Thüringen. Ortsgruppe Erfurt in der Europaschule Erfurt Grundschule "Jakob und Wilhelm Grimm"

Dienstag, 8. Mai 2018, um 10.00 Uhr Kranzniederlegung auf dem Erfurter Hauptfriedhof und weitere Gedenkveranstaltungen in verschiedenen Städten und Gemeinden Thüringens

Dienstag, 8.Mai 2018, um 17.00 Uhr, Kundgebung auf dem Erfurter Anger "Tag der Befreiung - Nie wieder Krieg!" Es laden ein die Ortsgruppe Erfurt der Deutsch-Russischen Freundschaftsgesellschaft in Thüringen e.V. und der Stadtverband der Partei "Die Linke" sowie weitere Parter.

Gera/Altenburg

Am 8.5.2018, 13 Uhr Gedenken Ostfriedhof (Eingang Ehrenhain; Str. des Bergmanns) und gegen 11.00 in Altenburg(städtischer Friedhof)

Suhl

Am 08.05.2018 um 15:00 Uhr Gedenken in der Würzburger Straße, in Suhl und

um 17:00 Uhr, ehemaliger Friedhof, Parkanlage, in Zella Mehlis.

Um 19:00 Uhr in der Schauburg 2 Go in Zella Mehlis Filmveranstaltung zum Film „Die Kraniche ziehen“.

Mitglieder und interessierte Bürger sind bereits am 03.05.2018 um 15:00 Uhr zum Arbeitseinsatz am Ehrenmal in der Würzburger Straße eingeladen.

Weimar

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Gelungener literarischer Abend am Samowar

Jessenin

"Sergej Jessenin- ein kurzes heftiges Leben"

am 19. November 2015 gestaltete Frau Christiane Klauke von der Stadt -und Regionalbibliothek Erfurt eine literarische Veranstaltung zum Leben und Werk des russischen Lyrikers Jessenin - "Sergej Jessenin- ein kurzes heftiges Leben". Frau Klauke hat mit viel Sachkenntnis und umfangreichem Hintergrundwissen diese Lesung vorbereitet und durchgeführt.

Wir möchten uns noch einmal herzlich bei Frau Klauke dafür bedanken, dass sie einen solch kostbaren Schatz der russischen Lyrik gehoben hat. Im Dezember 2015 jährt sich der tragische Tod des russischen Lyrikers und Poeten Sergei Jessenin zum 90. Male. Sergei Jessenin wurde 1895 in eine Landarbeiterfamilie geboren. Wegen seiner bäuerlichen Herkunft sah sich Jessenin als „Dorfpoet“ und beschäftigte sich in vielen seiner Werke mit diesem Lebensumfeld. Nach der abgebrochenen Ausbildung im Internat einer kirchlichen Schule ging er 1912 nach Moskau, wo er zunächst in einer Buchhandlung arbeitete und 1913 ein geisteswissen-schaftliches Studium aufnahm. 1916 veröffentlichte Jessenin seinen ersten Gedichtband. Er unterstützte zunächst die Oktoberrevolution, wandte sich später jedoch enttäuscht wieder von ihr ab. Große Teile seines Werkes wurden in der Sowjetunion, insbesondere zur Zeit Stalins, verboten. Über dem Leben und dem literarischen Schaffen des Dichters lag und liegt der Hauch des Bizarren. Er bleibt ein Künstler, der uns zutiefst anrührt und zum Nachdenken anregt.

Die Einzigartigkeit der Gabe Jessenins liegt in seiner grenzenlosen Liebe für alle Lebewesen, voller Zärtlichkeit und Barmherzigkeit. Im Hinblick auf das Leben als unbezahlbares Geschenk und einen Teil der Werdens, Wachsens und Vergehens, im Anfang und im Ende. Im Sinne des ewigen Kreislauf des Lebens, in dem nichts unbemerkt bleibt und alles Lebende nur in andere Formen übergeht . Er erfühlt förmlich die ständige Konfrontation und die komplexen Veränderungen, die in der Natur vorkommen.

Im Gegensatz zu seinem talentierten Zeitgenossen (insbesondere Majakowski), ist er ein aktiver Reformer der Kunst. Angesprochen auf die Ursprünge der russischen Mythologie folgt Jessenin den Traditionen der klassischen russischen und der Weltliteratur. Bemerkenswert seine Nähe zu den Symbolisten und Romantikern. Er gehört zu den proletarischen Dichtern und zu deren Avantgarde. In einer Zeit der universellen Individualisierung appellierte er an jeden Menschen, sprach sich gegen Enge und Einseitigkeit aus und sprach in seinen Gedichten die Zärtlichkeit und das Mitgefühl, die Schönheit und die Trauer als das Prägende der Menschheit an. Aus seinen Werken entspringt viele Wärme aber auch Verdruss.

Jessenin kannte hervorragend die Sprache seines Rjasaner Gebietes und bereicherte sie durch seine lyrischen Texte. So schrieb er einmal, dass er sich als "Kind der russischen Poesie" verstehe.

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