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Gulag - www.drfg-th.de
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GULAG - Spuren und Zeugnisse 1929 - 1956

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Ausstellung "GULAG - Spuren und Zeugnisse" im Schiller-Museum Weimar.

 

 

 

Mit gemischten Gefühlen nahmen am 18. September Mitglieder des Vorstandes unserer Gesellschaft an einer Exkursion zum Besuch der Weimarer Ausstellung teil. So wie es im Flyer der Ausstellung beschrieben wird, präsentiert sie zum ersten Mal in Deutschland Spuren und Zeugnisse des sowjetischen Lagersystems, die die Menschenrechtsorganisation „Memorial“ seit den 1980er Jahren aus der gesamten ehemaligen Sowjetunion zusammengetragen hat.

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Das Projekt stellt sich dabei einer zentralen Frage: Wie lassen sich die Dimensionen des Gulag, von "Zeitgenossen" verschiedenster Couleur bereits als „Quintessenz“ sowjetischer Gewaltherrschaft beschrieben, begreifen? Auch die ständige Gleichsetzung von GULAG mit den faschistischen Konzentrationslagern kann man nicht gelten lassen. Sie halten keiner wissenschaftlichen und historischen Betrachtungsweise stand. Selbst die Mehrheit der verantwortungsvollen Wissenschaftler aus dem Westen ist zu dem Ergebnis gekommen, dass die sowjetischen Arbeitslager – im Unterschied zu den deutschen Vernichtungslagern – nicht mit dem Ziel der planmäßigen Ermordung errichtet wurden. Die hohen Todeszahlen sind nur eingeschätzt und nicht amtlich bestätigt, sie sind auch auf die harten und widernatürlichen Lebens - und Arbeitsbedingungen jenseits des Polarkreises zurückzuführen.

Die Stimmen von Zeitzeugen und die Biografien ehemaliger Häftlinge begleiten den Besucher bei der Erkundung dieses fernen Archipels und schaffen ein Panorama des sowjetischen Lagersystems. Objekte aus dem Bestand von „Memorial“ lassen den Lageralltag der Häftlinge gegenständlich werden: etwa ein selbstgenähtes Brotsäckchen, ein zerschlissenes Kleid oder eine metallene Totenmarke. Die Website zur Ausstellung präsentiert eine Auswahl signifikanter Objekte und Biografien.

Zentrales Anliegen der Ausstellung sei es, mit dem Gulag an einen irritierenden und bewegenden zentralen Gegenstand der Geschichte des „extremen 20. Jahrhunderts“ (Eric Hobsbawm) heranzuführen und damit für ein Thema zu sensibilisieren, das in Deutschland nach wie vor einen randständigen Platz einnimmt. Dazu sagte Volkhard Knigge, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora und einer der wissenschaftlichen Leiter des Ausstellungsprojektes:

„Es geht nicht um inadäquate Gleichsetzung. Der Gulag war kein Vorbild für die nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager. Hitler brauchte nicht Stalin, damit Auschwitz möglich wurde. Aber der Gulag ist das zweite große Lagersystem im 20. Jahrhundert, dem Jahrhundert der Lager, und schon deshalb sollten wir seine Geschichte kennen. Zudem war der Gulag ein ‚Vielvölkerstaat’, es gab Deutsche unter den Häftlingen, auch Kommunisten und Nazis. Und was Deutsche besonders erschüttern muss: Mit Beginn des nationalsozialistischen Raub- und Vernichtungskrieges gegen die Sowjetunion 1941 schnellten die Todeszahlen im Gulag auf eine vorher und nachher nicht gekannte Höhe. Je besser wir Bescheid wissen, umso mehr sind wir vor Simplifizierungen und politischen Funktionalisierungen geschützt.“

Allerdings bleiben wichtige Fragen unbeantwortet. Aus welchen Gründen wurde diese Ausstellung bisher nicht in Russland gezeigt, und was verbirgt sich hinter dem Namen Memorial, wer finanziert diese Gesellschaft. Bekanntlich wurde "Memorial" Moskau 1988 von Andrej Sakharov gegründet und widmet sich der historischen Aufarbeitung politischer Gewaltherrschaft in der Sowjetunion. Bis zum heutigen Tag wird sie von der Soros - Stiftung* aus der USA, Heinrich – Böll- Stiftung aus der BRD, UNHCR und des Europarates finanziert.

 

*Die Soros-Stiftung oder Soros Foundation ist eine Organisation in einem Netzwerk nationaler Stiftungen, insbesondere in Mittel- und Osteuropa, die ehrenamtliche soziale und politische Aktivitäten finanziert. Gegründet wurden die Stiftungen von George Soros, einem internationalen Finanzier und Philanthropen. Seit 1994 werden sie durch das Open Society Institute koordiniert. Kofinanzierer vieler Projekte der Soros Stiftung sind unter anderen die: Rockefeller Fundation; Bill & Melinda Gates Fundation; Robert Bosch Stiftung; NATO; Ford Fundation; Rockefeller fellowship.


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