Fehler beim öffnen/erstellen der Datei /home/strato/http/power/webc/10/20/52770620/htdocs/templates_c/1511244402_plugins.css

Zivilgesellschaft - www.drfg-th.de

Login

Login




Registrierung.
. Passwort vergessen?
.
.

Die Zivilgesellschaft in Russland stärken

KalugaReise4

Eine Delegation aus Vertretern politischer Parteien in Thüringen weilte auf Einladung des Direktors der Akademie für Volkswirtschaft und Staatliche Verwaltung der Region Kaluga in Moskau und Kaluga.

Herr Jens Panse, der selbst Mitglied dieser Delegation war, hat uns dazu den folgenden Beitrag übermittelt:

Zeitgleich mit der Ministerpräsidentin weilte in der vergangenen Woche (6.–13. Oktober 2012) eine weitere Thüringer Delegation in Russland.

„Wir wollten möglichst viele Menschen treffen und sie bei ihrem Engagement für die Zivilgesellschaft in Russland unterstützen“, umreißt Dr. Martin Kummer, Vorsitzender der Deutsch-Russischen Freundschaftsgesellschaft das Anliegen der einwöchigen Besuchsreise. Mit ihm waren Mitarbeiter der Landtagsfraktionen von FDP, Bündnis 90/Die Grünen und Linke sowie ein Erfurter Rechtsanwalt zunächst nach Moskau gereist, wo sie u.a. eine berufsvorbereitende Schule, das Goethe-Institut und die Deutsche Botschaft besuchten und Gespräche mit Vertretern der deutschen politischen Stiftungen in Moskau, von Memorial und dem Centrum Perspektive Russlandhilfe e.V. führten.

Die Akademie für Volkswirtschaft und Staatlichen Dienst, von der die Thüringer eingeladen worden waren, unterscheidet sich hingegen kaum von einer modernen Fachhochschule in Deutschland. Obwohl sie vom Status einer sogenannten „Präsidentenakademie“ her staatlich ist, genießt sie relativ große Autonomie und finanziert sich ausschließlich über Studiengebühren. Überschüsse konnte sie in den vergangenen Jahren in den Kauf ihrer zwei Gebäude und die technische und personelle Ausstattung investieren. Etwa 500 Direktstudenten und 1.500 Weiterbildungsstudenten sind derzeit eingeschrieben.

 


 

KalugaReise5Bild 1 KalugaReise4Bild 2 KalugaReise3 Bild 3 KalugaReise2 Bild 4 KalugaReise1 Bild 5
Zum Vergrößern auf das Bild klicken!



 

Legende: B.1: Thüringer Delegation mit Studenten der Akademie; B.2 P.W. Samylow und Dr. Kummer bei der Bgrüßung; B.3: Zu Besuch im Ziolkowski - Museum für Raumfahrt Kaluga, von links nach rechts: Jens Panse, Dr.Martin Kummer, Dr.Carsten Klein, Dr.Wolfgang Weißkopf, Jan Lemanski, Dr.Reinhard Duddek; B.4: Eingang zur Akademie in Kaluga; B.5: Herr Belenkin von der Organisation "Memorial" erläutert den Gästen  an Hand von Originalstücken das Leben der Häftlinge in den Straflagern.


 

Direktor Pawel W. Samylov begrüßte die Gäste aus Thüringen zu einem Seminar mit Studierenden der Geschichts- und Rechtswissenschaft. Der Thüringer Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Weißkopf erläuterte das vorgerichtliche Widerspruchsverfahren in Deutschland. Etwas Vergleichbares gibt es in Russland bislang nicht. Über die Organisation der parlamentarischen Arbeit in Deutschland und die Arbeit der Parteien informierten die Vertreter aus dem Thüringer Landtag.

Seit vier Jahren gibt es auf Vermittlung der Deutsch-Russischen Freundschafts-gesellschaft in Thüringen e.V., Besuche von Kalugaer Studierenden in den Landtagsfraktionen der Linken, der FDP, Bündnis 90/Die Grünen und der SPD. Nur seine eigene Fraktion – die CDU – beteilige sich bislang nicht an dem Programm, bedauerte Kummer, dem als ehemaligem Oberbürgermeister der Stadt Suhl, die Förderung der zivilgesellschaftlichen Kontakte zur Partnerstadt Kaluga besonders am Herzen liegt. Ca. 360.000 Einwohner zählt die 200 Kilometer südwestlich von Moskau gelegene Hauptstadt des Kalugaer Gebietes. Die Gäste aus Thüringen besuchten das VW-Werk, sprachen aber auch mit Tierschützern, die bislang in Russland keinerlei Lobby haben, und trafen sich mit Hochschullehrerinnen, die mit bescheidenen Mitteln versuchen, die Deutschausbildung der Studenten zu fördern.

„Die Wirtschaftskontakte nach Russland sind wichtig", sagte Kummer. "Man dürfe aber darüber nicht die Menschen vergessen. Ihnen gelte es Mut zu machen". Wie schwierig das ist, spürten die Thüringer Gäste beim Besuch des Heimatmuseums von Kaluga. Befragt nach ihrem Wahlverhalten, sagte eine wissenschaftliche Mitarbeiterin, sie könne als „einfache russische Frau“ keine Einschätzung vornehmen und gehe deshalb nicht zur Wahl.

„Thüringen ist immer noch ohne Partnerregion in Russland und steht damit im Reigen der deutschen Bundesländer alleine!" Das Angebot des stellvertretenden Ministers für Regionalentwicklung des Kalugaer Gebietes, Dimitriy N. Abramov, zu Gesprächen mit Thüringer Vertretern liegt auf dem Tisch“, so der Vorsitzende der Freundesgesellschaft nach einem abschließenden Treffen in Kaluga.

(Gekürzt)

Den ganzen Beitrag können Sie hier als Pdf-Datei herunterladen.

Dieser Artikel wurde bereits 7619 mal angesehen.



.